
Freiheit für die Füße
Es ist Frühling. Raus aus den Schuhen- hinein ins Gras! Freiheit für die Füße. Jeder weiß, barfuß im Gras gehen, im kalten Wasser gehen oder im Schnee, ist gesund.
Sehen wir jedoch Menschen barfuß in der Stadt, ist das oft im ersten Moment komisch. Schickt es sich doch nicht. Schuhe kleiden uns und sei mal ehrlich- wer schaut nicht zuerst auch auf die Schuhe am Mann oder der Frau? Ist der Absatzschuh doch ein sexy Accessoire. Barfuß zu gehen sieht „alternativ“ aus, macht schmutzige Füße und macht Angst: wir könnten uns verletzen oder irgendetwas in uns aufnehmen, was nicht gut für den Körper ist. In der Stadt könnten wir uns an Glas schneiden und die vielen Zigarettenstummel… Auwei! (Dies schreibe ich und muss in mich hineinlächeln, weil meine Kinder immer im Sommer barfuß liefen, solange ich das entscheiden konnte- und dies tatsächlich die Bedenken einiger Erwachsener waren.) Ich glaube Füße können gewaschen werden und verletzt hat sich nie Jemand. Ein wenig Achtsamkeit beim Gehen soll ja allgemein nicht schaden. Es ist so schade, dass wir mit dem barfuß gehen so oft ein Problem haben. Jeder aus seinen eigenen Befindlichkeiten. Ich nehme mich da nicht ganz aus- ich liebe einfach coole Turnschuhe! Aber warum sollten wir es trotzdem so oft wie möglich tun und was hat das mit dem Rest des Körpers zu tun?
Barfuß laufen gehört zur natürlichsten Bewegung des Menschen und ist deshalb wirklich wichtig für die Gesunderhaltung des Körpers:
- Es stärkt unser Immunsystem.
- Es stärkt unser Rückgrat.
- Es stärkt uns innerlich.
- Es stabilisiert unsere Gelenke.
- Es fördert unseren Kreislauf & die Durchblutung.
- Es wirkt ausgleichend und erdend.
Betrachten wir unsere Füße nach dem Modell der Faszien & des Bindegewebes
… so bilden die Sehnen und Faszienfasern ein gespanntes Netzwerk, dass dafür sorgt, dass unsere Längs- und Quergewölbe an der Fußsohle jeden Schritt oder Sprung gut abfedern können. Ohne diese innere Kraft, wäre unsere Fußsohle plan und die Gewölbe abgesunken, wie es bei der Mehrheit der Bevölkerung auch ist. Durch die Sohlen der Schuhe ist es unmöglich diese Kraft aufzubauen oder zu halten. Nur durch die vielen Informationen des Fußbodens in der Natur oder in anderen unebenen Geländen, bekommt die Fußsohle genug Reize und Impulse ins Gewebe, um sich in die Wölbungen, in die Sprunggelenke und auch in jedes andere Gelenk im Körper aufzurichten und Haltekräfte zu aktivieren. Nur so sind wir stabil in jedem Gelenk des Körpers.
Außerdem hat unser Bindegewebssystem die Fähigkeit, Dehnungsreize zu speichern und als Impulskräfte weiterzuleiten.
Je mehr unterschiedliche Untergründe die Füße erfahren, umso weniger Kraft müssen wir beim gehen oder Rennen aufwenden. Deshalb trainieren mittlerweile auch viele Marathonläufer barfuß. So sind wir schneller, bei gleichem Kraftaufwand.
Wenn wir also entscheiden öfter barfuß zu gehen ist es möglich, dass es am Anfang zu Schmerzen oder Blasenbildung (v.a. auf Asphalt) kommt. Auch Muskelkater ist möglich. Deshalb gehe vorerst einige kurze Strecken oder vielleicht viel auf Rasen. Eine Übung könnte sein, ACHTSAM zu gehen. Dazu höre dir vielleicht meine GEHMEDITATION auf Spotify an.
Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren und Umsetzen.
In Liebe deine Ivonne.
Schmerzen an den Füßen selbst behandeln
1. Übung
Der sogenannte Fersensporn ist der Diagnosename für verschiedenste Schmerzzustände im Bereich der Ferse. Diese Schmerzstellen kannst du dir selbst behandeln, indem du dich auf diese Schmerzstellen direkt drauf stellst und wartest, bis der Schmerz nachlässt. Es klingt sehr banal. Außerdem könntest du dir einen größeren Stein besorgen und dich sogar mit der Schmerzstelle darauf stellen- warten, bis dieser Punkt nachlässt. Diese Selbstbehandlung ist- einige Tage durchgeführt- sehr wirksam. Es scheint verrückt, auch noch in den Schmerz hinein zu gehen. Aber ein Therapeut würde das Gleiche auch tun, um dich zu behandeln. Nach dem Modell der Fasziendistorsionen (FDM) löst der Behandler den punktuellen Schmerz an der Ferse, indem er genau an der unangenehmen Stelle einen starken Gegendruck ausübt, um das knöcherne Gewebe der Ferse wieder in die richtige Position zu schieben. Dies kannst du selbst probieren, indem du Druck auf diese Stelle gibst. Hast du weitere Fragen oder brauchst doch eine genaue Anleitung, dann melde dich gern.


2. Übung
Auch an den Grundgelenken der Zehen oder am Ballen können hin und wieder schmerzhafte Stellen beim Gehen spürbar sein. Auch hier ist Gegendruck die Therapie. Du könntest dich, mit den eigenen Fingern oder wieder mit Hilfe eines Steines, selbst behandeln.



3. Übung
Anschließend ist es notwendig die Zehen und den Fuß gut zu dehnen, damit jede Faser deines Gewebes zurechtgerückt wird und alles einen langfristigen Effekt hat.





